Sollten Sie besser mit oder ohne Makler verkaufen?

Beratung und Vorarbeiten

Hier geht es um weit mehr, als „nur“ die Verkaufsunterlagen zu besorgen, eine Besichtigung zu organisieren oder auf den Energieausweis hinzuweisen.

Bereits bei der ersten Besichtigung des Objektes wird der Makler mit seinem Immobilien-Fachwissen erkennen, an welcher Stelle z. B. ein Renovierungsstau herrscht, wo Mängel vorliegen, ob alles Bautechnische genehmigt wurde oder welche herausragenden Merkmale eine Immobilie besitzt. Das erleichtert eine realistische Einschätzung des Verkaufswerts. Außerdem erspart es dem Käufer „böse Überraschungen“ nach dem Kauf. Da hilft es nichts, wenn Verkäufer versteckte Mängel offenlegen müssen. Weder Verkäufer, noch Käufer sind Fachleute, so dass sie oft auch „nicht versteckte“ Mängel gar nicht erkennen.
Käufer werden von mir dahingehend umfangreich beraten, erhalten also eine gute Leistung für ihr Geld.

Zeitersparnis und Kenntnis der Abläufe

Der Immobilienmakler kennt sich mit der Abwicklung einer Haus- oder Wohnungsvermarktung sehr gut aus. Dies umfasst auch die betreffenden Rechtsfragen.

Natürlich darf der Makler nicht rechtlich beraten, kann aber zumindest aus seinen Erfahrungen schöpfen.

Auch verfügt ein Makler meist über sehr gute Netzwerke und kann so Handwerker, Steuerberater usw. dem Käufer empfehlen. Er weiß, worauf man bei der Finanzierung zu achten hat und stellt dem Käufer alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung.

Insbesondere bei Eigentumswohnungen gibt es so viel zu beachten, dass ein Laie da den Überblick schnell verliert.

Neutralität und Distanz zum Verkaufsobjekt

Private Verkäufer hängen oft mit Herz und Seele an ihrer Immobilie. Durch diese Emotionen werden oft überhöhte Kaufpreisforderungen gestellt. Dies birgt für beide Parteien große Gefahren.

Bei den Finanzierungsgesprächen mit den Banken erfahren dann die Kaufinteressenten, dass eine solche Kaufpreisvorstellung nicht zu finanzieren ist.

Wurde dann voreilig ein Kaufvertrag abgeschlossen, hat der Käufer dann große Probleme den geforderten Kaufpreis zu begleichen. Im guten Glauben an die schriftliche Finanzierungsbestätigung der Bank wird schnell ein Kaufvertrag beim Notar unterzeichnet.
Oft stellt sich dann aber später heraus, dass die Finanzierungsbestätigung leider nur unter Vorbehalt erteilt wurde und dann zurückgezogen wird.

Ein qualifizierter Makler erkennt aber eine solche – nicht bindende – Finanzierungsbestätigung und berät Käufer und Verkäufer entsprechend.
Denn auch für Verkäufer können sich dadurch Nachteile ergeben, wenn sie zum vereinbarten Kaufpreiszahlungstermin den Kaufpreis nicht erhalten, sich aber eventuell schon anderweitig verpflichtet haben.

An dieser Stelle kann ich nur ansatzweise auf die Gefahren beim Immobilienkauf oder –verkauf hinweisen. Viele weitere Umstände müssen von beiden Seiten beachtet werden. Jede Immobilie ist einzigartig.

Gern erläutere ich Ihnen dies bei einem persönlichen Gespräch.

Da ist der Verkauf schief gelaufen

Folgende Fälle wurden mir berichtet, als mich Verkäufer oder Käufer kontaktierten und um Hilfe baten. Leider erst, nachdem der Verkauf / Kauf stattgefunden hatte.

  • Besichtigungsansturm
    Aufgrund einer Privatannonce erschienen Kaufinteressenten unangemeldet und forderten eine Innenbesichtigung. Morgens, abends, sonntags und sogar an Ostersonntag.
  • Verkäufer war eine Erbengemeinschaft aus dem Ausland
    Da man noch Unterlagen für die Eigentümerumschreibung im Grundbuch benötigte und der Postweg aus dem Ausland oft 2 bis 3 Wochen dauern kann, verzögerte sich nach einigem schriftlichen Hin- und Her die Beurkundung um knapp 6 Monate.
  • Nicht genehmigter Wintergarten
    Folge: Aufgrund brandschutztechnischer Gründen wurde der Abriss angeordnet.
  • Verkäufer war nicht mehr geschäftsfähig
    Folge: Kaufpreis war durch die Betreuerin zu niedrig angesetzt. Käufer kündigten ihre Mietwohnung. Der Kaufvertrag musste aber vom Gericht genehmigt werden. Dies dauerte aber fast 5 Monate. Mietwohnung war weg, in das neue Objekt konnten die Käufer noch nicht einziehen. Möbel mussten eingelagert werden und der Kaufpreis musste in höherer Form akzeptiert werden, da das Gericht dies zur Bedingung machte.
  • Finanzierung abgschlossen, aber das Objekt wurde an andere Interessenten verkauft
    Hier wurde es teuer für die Kaufinteressenten, denn der Kreditvertrag war verbindlich. Ein Makler hätte auf die richtige Verfahrensweise hingewiesen.

Wie Sie sich sicher denken können, könnte diese Liste noch lange weitergeführt werden. Dies sind nur einige wenige Beispiele.